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Mrt. Kornilij
ehrw. Kornilij

5. März

Hl. Kornilij von Pskow († 1570).

Er wurde 1501 in der Familie des Bojaren Stefan und dessen Frau Maria geboren; erhielt aber seine Erziehung im Pskover Höhlenkloster, dem er dann auch beitrat. Schon im Alter von 28 Jahren wurde er 1529 Abt des Klosters und konnte die Zahl der Mönche von 15 auf 200 steigern; eine Menge; die auch keiner seiner Nachfolger mehr erreichte. Seine Tätigkeit erstreckte sich aber nicht nur auf den Konvent, vielmehr verbreitete er den orthodoxen Glauben unter der dort wohnenden estnischen und livländischen Bevölkerung, baute ihnen Kirchen, Kranken- und Waisenhäuser und Hospize.
Während des Livländischen Verteidigungskrieges gegen die Deutschen Ordensritter 1560 unterstützte Kornilij die russischen Truppen durch seinen moralischen Beistand. Er war auch ein großer Gelehrter; der sein Kloster mit einer soliden Bibliothek ausstattete. Schon 1531 schrieb er selbst dessen Geschichte, erbaute ihm auch zwei neue Kirchen. 1558-65 ließ er das Kloster durch eine gewaltige Steinmauer schützen.
Nach 41 Jahren des Abtslebens erlitt Kornilij den Martertod, als 1570 Zar Ivan IV. das Kloster beim Feldzug gegen Pskov heimsuchte und voller Wut dessen Abt zusammen mit seinem Schüler Vassian bei der Begrüßung erschlug, da er in Vassian den ehemaligen Bojaren Muromcev erkannte, einen Jünger des Fürsten Andrej Kurbskij. Sogleich aber bereute der Gestrenge seine Tat, trug den Leichnam selbst in die Kirche und vermachte dem Kloster als Sühne reiche Schenkungen. Der Leichnam Kornilijs wurde in der Höhle beigesetzt und 1690 vom Metropoliten Markell von Pskov und Izbora in die Mariä-Entschlafen-Kathedrale übertragen. Am 17. Dezember 1872 wurden die Gebeine in einen neuen Sarkophag gebettet, desgleichen noch einmal 1892. Der Gottesdienst geht wohl auf das Jahr 1690 zurück.

Hl. Kornilij von Pskov - 5. (Schaltjahr 4.) März, (20. Februar).